24/7 Notruf
+43 699 199 60 999


 Blank Banner

Impfschema für Pferde

Impfungen sind prophylaktische Maßnahmen zum Schutz vor Infektionskrankheiten. Impfungen sollten im Sinne unserer Pferde regelmäßig durchgeführt werden. Neben den freiwilligen Impfungen (Tetanus, Herpes, Tollwut,…) gibt es auch für Sportpferde (Turnierpferde/Rennpferde) gesetzlich vorgeschriebene Impfungen (Influenza, EHV bei Rennpferden).

Wir empfehlen die Durchführung folgender Schutzimpfungen:

Equine Influenza

Die Equine Influenza ist eine hochansteckende Infektionskrankheit, bei der das Allgemeinbefinden und die Leistungsfähigkeit reduziert ist. Darüber hinaus treten Atemwegsstörungen und Fieber auf. Die Gefahr liegt in der anschließenden Besiedlung der Lunge mit bakteriellen Keimen, die zu einer chronischen Schädigung der Lunge und damit auch zu einer langfristig reduzierten Leistungsfähigkeit führen kann. Nach der Grundimmunisierung im Fohlenalter sollten Impfungen regelmäßig alle 6 Monate (maximal 9 Monate) durchgeführt werden. Bei der Grundimmunisierung Älterer Pferde sollte der gleiche Zeitabstand wie bei der Fohlenimmunisierung eingehalten werden.

Für Turnierpferde ist die Influenzaimpfung gesetzlich vorgeschrieben. Pferde, die am internationalen Turniersport teilnehmen, müssen alle 6 Monate geimpft werden.

Tetanus

Bei einer Tetanusinfektion handelt es sich um eine meist tödlich verlaufende Infektion mit dem im Boden vorkommenden Clostridium tetani. Es besteht eine ständige Infektionsgefahr für Pferde über kleinste Wunden, beispielsweise durch Weideverletzungen an den Gliedmaßen. Die Tetanusgrundimmunisierung sollte im Fohlenalter erfolgen. Wiederholungsimpfungen erfolgen nach der Grundimmunisierung regelmäßig alle 2 Jahre.

Equines Herpesvirus 1 und 4

Beim Pferd gibt es zwei gesundheitlich relevante Stämme des Equinen Herpes Virus (EHV). Zum einen das EHV 4, welches zusammen mit anderen Faktoren zu Atemwegserkrankungen (Rhinopneumonitis) führen kann. Zum anderen das EHV 1, das vor allem für den Virusabort bei Stuten zwischen dem 7. und 11. Trächtigkeitsmonat verantwortlich ist. In seltenen Fällen kommt es bei der Infektion mit EHV1 infolge einer Entzündung des Rückenmarks zu neurologischen Symptomen. Reitpferde sollten nach erfolgreicher Grundimmunisierung, für die eine zweimalige Impfung in vorgegebenen Abständen erforderlich ist, alle 6 (9) Monate gegen Herpesviren geimpft werden. Zum Schutz gegen den Virusabort der Stute sollte eine Grundimmunisierung vor der Trächtigkeit erfolgt sein und eine zusätzliche Vakzinierung im 3./4. und 7./8. Trächtigkeitsmonat erfolgen.

Tollwut

Tollwut wird durch eine Lyssavirus-Infektion hervorgerufen. Bei Pferden kommt es vorrangig auf der Weide durch einen Biss infizierter Fleischfresser (Fuchs, Dachs, Waschbär, Marder, Fledermaus, Hund, Wolf,) zur Infektion. Österreich ist im Moment „Tollwutfrei“. Trotzdem kann eine Einschleppung des Virus vor allem in grenznahen Gebieten nie ausgeschlossen werden. Daher sollten Pferde, die Weidegang haben, geimpft sein. Die Impfung kann ab dem 5. Lebensmonat durchgeführt werden und ist jährlich aufzufrischen. Aufgrund der größen Gefahr für den Menschen, ist die Erkrankung mit dem Tollwutvirus anzeigepflichtig. Behandlungsversuche bei an Tollwut erkrankten Tieren sind verboten. Eine Tötung kann auch bei Tollwutverdacht vom Amtstierarzt angeordnet werden, außer das Tier ist nachweislich geimpft. Die Tollwutimpfung bietet einen sehr guten Schutz und ist vor allem in grenznahen Gebieten empfehlenswert.

Aktuelles Impfschema für Pferde